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Der Direkte Draht vom 06.08.2026
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
in der vergangenen Woche haben wir öffentlich zum Wassersparen aufgerufen. Die Grundlage hierfür war und ist ein Schreiben des regionalen Wasserversorgers, der auf die angespannte Situation in den Trinkwassergewinnungsgebieten hinweist. Nun folgten einige Reaktionen auf unsere Veröffentlichung. Deshalb wollen wir zunächst einmal klarstellen:
Wir haben KEIN Verbot zur Nutzung von Wasser für bestimmte Zwecke ausgesprochen.
Unser Aufruf galt und gilt der Verhinderung von Verboten oder Einschränkungen bestimmter Zwecke zur Wassernutzung. Wenn wir jetzt gemeinsam, Wasser sparen, sichern wir nicht nur kurzfristig unsere Wasserversorgung, sondern sorgen auch mittel- bis langfristig dafür, dass die Grundwasserbestände geschont werden und wir auch in Zukunft eine stabile Wasserversorgung haben.
Auch die Stadt Bad Vilbel folgt diesem Aufruf, wo es geht. So werden Rasenflächen in Parks und Grünanlagen nicht bewässert und auch die Bewässerung von Sportplätzen wird stark eingeschränkt. Rasensportplätze, welche über eine automatische Beregnungsanlage verfügen, werden in den Nachtstunden bedarfsgerecht bewässert, um die Verdunstungsverluste infolge höherer Tagestemperaturen und Sonneneinstrahlung auf ein Minimum zu reduzieren. Die Mähintervalle werden den Witterungsverhältnissen angepasst. Bei kürzeren Trockenperioden wird das Gras nach Möglichkeit später gemäht, um den Boden zu beschatten und Feuchtigkeit zu speichern. Allerdings erholt sich ein Naturrasen nach langanhaltenden Trockenperioden recht schnell bei ausreichender Feuchtigkeitszufuhr. Bei Zier- und Sportrasen funktioniert das leider nicht.
Genau aus diesem Grund können wir beispielsweise bei Bäumen nicht auf das Bewässern verzichten. Insbesondere junge Bäume benötigen viel Wasser für ein gesundes Wachstum. Natürlich achten wir seit Jahren darauf, passende Baumarten zu pflanzen, die resilienter gegenüber der sich verändernden klimatischen Bedingungen sind. Aber auch diese Arten benötigen Wasser, damit sie nicht krank werden und im schlimmsten Fall gefällt werden müssen. Beim Bewässern achten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber natürlich darauf, nicht mehr Wasser zu verwenden, als erforderlich. Gleichzeitig prüfen wir die Verwendung „smarter“ Technik und setzen Bewässerungssysteme ein, die helfen, Wasser zu sparen. Zurzeit wird zudem auch der Einsatz von Brauchwasser in bestimmten Bereichen geprüft, dieser unterliegt jedoch strenger Regularien.
Wir wissen, dass Aufrufe zum Sparen immer auch Verzicht bedeuten. Gerade an heißen Tagen fällt dieser in Bezug auf Wasser nicht immer leicht. Aber gern wiederholen wir, dass unser Aufruf kein Nutzungsverbot darstellt, sondern lediglich die Prüfung beinhaltet, die Nutzung größerer Wassermengen kritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls derzeit zu unterlassen.
In diesem Sinne grüßt Sie herzlich
Ihr Magistrat der Stadt Bad Vilbel

