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Invasive Asiatische Hornisse nun auch in Bad Vilbel unterwegs
Die Asiatische Hornisse ist inzwischen auch in Bad Vilbel angekommen. Die invasive, ursprünglich aus Südostasien stammende Art breitet sich aufgrund des Klimawandels nun auch in Hessen weiter aus und kann insbesondere für Honigbienenvölker problematisch werden. Die Stadt Bad Vilbel und der Bienenzuchtverein Bad Vilbel und Umgegend e.V. bitten die Bürgerinnen und Bürger deshalb um Aufmerksamkeit und darum, verdächtige Sichtungen und Nester zu melden.
„Die Asiatische Hornisse ist eine effiziente Jägerin und breitet sich inzwischen in ganz Hessen aus. Sie ist etwas kleiner als unsere heimische Europäische Hornisse und vor allem an ihrer überwiegend schwarzen Färbung, den gelben Enden der Beine und den gelben Binden am Hinterleib zu erkennen“, erklärt Erster Stadtrat Bastian Zander.
Zu ihrem Beutespektrum gehören verschiedene Insekten, darunter auch Honigbienen. Insbesondere an Bienenständen kann die Asiatische Hornisse zum Problem werden: Die Tiere können vor den Fluglöchern der Bienenstöcke lauern und ausfliegende oder zurückkehrende Bienen abfangen. Erhebliche Verluste bei den Bienenvölkern sind in der Umgebung bereits eingetreten. „Für Imker kann die Asiatische Hornisse deshalb eine ernstzunehmende Herausforderung darstellen. Umso wichtiger ist es, dass wir Vorkommen möglichst früh erkennen und dokumentieren. Dabei können auch aufmerksame Bürgerinnen und Bürger einen wichtigen Beitrag leisten“, so Zander.
Besondere Vorsicht ist bei möglichen Nestern geboten. Im Jahresverlauf können sich aus zunächst kleinen Primärnestern größere Sekundärnester entwickeln. Diese befinden sich häufig hoch oben in Bäumen und können entsprechend schwer zu erkennen sein. Wer bei Gartenarbeiten, beim Spaziergang oder an anderen Stellen ein verdächtiges Nest entdeckt, sollte Abstand halten und keinesfalls versuchen, es selbst zu entfernen oder die Tiere zu bekämpfen. Die Asiatische Hornisse reagiert insbesondere bei einer Störung des Nestes sehr wehrhaft. Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) empfiehlt deshalb, mehrere Meter Abstand zum Nest einzuhalten.
„Gerade bei Arbeiten im Garten sollte man aufmerksam sein und beispielsweise beim Rückschnitt von Bäumen oder Sträuchern nicht unbedacht ein Nest aufschrecken. Bitte halten Sie Abstand und versuchen Sie niemals, ein Nest auf eigene Faust zu beseitigen. Ein Foto aus sicherer Entfernung und eine möglichst genaue Angabe des Fundortes sind für die weitere Einschätzung wesentlich hilfreicher“, sagt der Erste Stadtrat.
Verdächtige Sichtungen sollten direkt beim Bienenzuchtverein Bad Vilbel gemeldet werden oder über das Meldeportal des Landes Hessen erfolgen. Eine Meldung sollte immer mit einem Foto erfolgen, da Sichtungen ohne Bild nicht fachlich überprüft werden können. Bestätigte Nester wird der Bienenzuchtverein wenn möglich entfernen. Dazu hat die Stadt Bad Vilbel für die Anschaffung geeigneter Schutzkleidung 5.000 Euro bereitgestellt. Einen ersten Einsatz hat der Bienenzuchtverein hinter sich gebracht und ein Nest auf dem Heilsberg erfolgreich entfernen können. Zuvor war ein Anwohner äußerst schmerzhaft gestochen worden. Vorsicht ist daher geboten.
„Beim Schutz unserer heimischen Bienen und der heimischen Insektenwelt können wir alle mithelfen. Wer eine Asiatische Hornisse oder ein mögliches Nest entdeckt, sollte nicht selbst eingreifen, sondern die Beobachtung melden. So erhalten die Fachstellen wichtige Informationen über die weitere Ausbreitung und können notwendige Maßnahmen gezielt prüfen“, betont Erster Stadtrat Zander abschließend.
Weitere Informationen zur Asiatischen Hornisse und Kontaktdaten sind unter www.imkerverein-badvilbel.de und https://www.hlnug.de/themen/naturschutz/tiere-und-pflanzen/arten-melden/hornisse/meldeportal-hornisse zu finden.

