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Positiver Jahresabschluss 2025 für die Stadt Bad Vilbel
Der Magistrat der Stadt Bad Vilbel hat den Jahresabschluss für das Haushaltsjahr 2025 aufgestellt. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und zusätzlicher Belastungen durch den Hessentag konnte die Stadt das Jahr mit einem positiven Ergebnis abschließen. Wie Erster Stadtrat und Stadtkämmerer Bastian Zander mitteilt, ist dies insbesondere deshalb bemerkenswert, weil für die Ausrichtung des großen Landesfestes erhebliche Mehraufwendungen erforderlich waren. Diese werden allerdings durch umfangreiche Fördermittel in den kommenden Jahren mehr als ausgeglichen.
„Bad Vilbel ist von den weltpolitischen Entwicklungen, der wirtschaftlichen Schwäche in Deutschland und den stetig wachsenden Aufgaben für die Kommunen selbstverständlich ebenfalls betroffen. Umso erfreulicher ist es, dass wir einen ursprünglich mit einem Defizit geplanten Haushalt nun mit einem positiven Ergebnis abschließen konnten. Damit setzen wir unsere solide Haushaltspolitik konsequent fort und stärken durch das deutlich bessere Jahresergebnis sogar das Eigenkapital der Stadt“, erklärt Stadtkämmerer Bastian Zander.
Der Jahresabschluss weist einen Überschuss von rund 123.000 Euro aus. Im beschlossenen Haushalt war ursprünglich noch ein Defizit von rund 18,56 Millionen Euro vorgesehen. Ausschlaggebend für diese positive Entwicklung waren vor allem höhere Gewerbesteuereinnahmen. Gleichzeitig führten diese jedoch auch zu höheren Zahlungen bei der Gewerbesteuer- und Heimatumlage.
„Die Unternehmen und Gewerbetreibenden in Bad Vilbel leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, dass unsere Stadt finanziell gut aufgestellt ist. Gerade in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten freuen wir uns über deutlich gestiegene Gewerbesteuereinnahmen. Sie fielen so positiv aus, dass die Stadtverordnetenversammlung den Gewerbesteuerhebesatz zum 1. Januar 2026 auf 327 Prozentpunkte senken konnte. Damit liegt er inzwischen sogar unter dem Hebesatz der Stadt Eschborn. Gleichzeitig haben wir mit einer konsequenten Ausgabenpolitik und einer sorgfältigen Prüfung aller laufenden Kosten dafür gesorgt, dass auch die Ausgaben – trotz der zusätzlichen Belastungen durch den Hessentag – im Rahmen geblieben sind, beispielsweise bei den Personalkosten“, so Zander.
Insgesamt beliefen sich die Gewerbesteuereinnahmen auf gut 72,3 Millionen Euro. Damit lagen sie rund 32 Millionen Euro über dem im Haushalt 2025 veranschlagten Ansatz. Dem standen allerdings deutlich höhere Aufwendungen für Steuern und Umlagen an übergeordnete Ebenen sowie im Rahmen des Kommunalen Finanzausgleichs für andere Kommunen gegenüber.
Auch im Finanzhaushalt investierte die Stadt weiterhin kräftig in ihre Infrastruktur. Mittel flossen unter anderem in den Neubau des Bürgerhauses mit Kindertagesstätte auf dem Heilsberg, die neuen Theaterwerkstätten sowie zahlreiche weitere Infrastrukturprojekte. Dadurch erhöhte sich das Finanzierungsdefizit auf rund 30 Millionen Euro.
„Der deutlich bessere Jahresabschluss ermöglicht es uns, unsere Rücklagen vollständig zu erhalten. Das verschafft uns finanzielle Stabilität in einer Zeit, in der viele Entwicklungen außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Bad Vilbel ist finanziell weiterhin gut aufgestellt. Dennoch werden wir auch in den kommenden Jahren verantwortungsvoll und sparsam wirtschaften müssen. Die stetig wachsenden Aufgaben, insbesondere durch bundesgesetzliche Vorgaben, sowie steigende Sozialausgaben der Kreise führen zu höheren Umlagen für die Kommunen und belasten damit letztlich auch die Bürgerinnen und Bürger“, erläutert Zander.
Der Jahresabschluss wird nun dem Rechnungsprüfungsamt zur Prüfung vorgelegt. Nach Abschluss des Prüfverfahrens befasst sich die Stadtverordnetenversammlung mit dem Prüfbericht, der Feststellung des Jahresabschlusses sowie der Entlastung des Magistrats.
