Rathaus Bad Vilbel Eingang

„Mayors for Peace“-Flagge weht vor dem Rathaus am 8. Juli

Bad Vilbel ist seit langen Jahren Mitglied der Organisation „Mayors for Peace“ (deutsch: Bürgermeister für Frieden). Dies soll nun auch am Rathaus sichtbar werden, weshalb sich die Stadt am internationalen Aktionstag am Mittwoch, den 8. Juli, beteiligt. Dann wird die Organisationsflagge vor dem Rathaus gehisst, um auf die Notwendigkeit von weltweitem Frieden hinzuweisen.

„Wir leben in leider wieder sehr unruhigen und konfliktgeladenen Zeiten. Auch an Bad Vilbel gehen die Kriege und Konflikte auf dem Erdball nicht spurlos vorbei, leben hier doch viele Menschen aus eben jenen Gebieten, die derzeit nicht in Frieden leben können. Daher ist es uns wichtig, unsere Mitgliedschaft in der Organisation ‚Mayors for Peace‘ mit dem Hissen der Flagge öffentlich zu zeigen“, erklärt hierzu Bürgermeister Sebastian Wysocki.

Auch, wenn das Hissen der Flagge ein symbolischer Akt sei und der Einsatz für Frieden in einer Stadt wie Bad Vilbel hauptsächlich über Worte und Hilfsangebote laufen kann, müsse man, so Wysocki, jeden Hebel nutzen, um auf die Notwendigkeit von Frieden für alle Menschen hinzuweisen. „Gerade die Geschichte unseres Landes zeigt eindrücklich, wie sehr Krieg, Terror und Hass ein Land und seine Menschen ins Verderben führen kann. Alleine dieser Fakt führt auch heutzutage zu der Verpflichtung, sich unmissverständlich für Frieden, Demokratie und Freiheit einzusetzen“, führt der Bürgermeister weiter aus.

Bad Vilbel versucht seinen Teil für Frieden und Völkerverständigung beispielsweise über Städtepartnerschaften beizutragen. Ob nach Moulins in Frankreich, nach Glossop in England oder durch die Gründung des neuen Städtepartnerschaftsvereins für die Ukraine, dieses Engagement zeigt, dass sich die Bad Vilbelerinnen und Bad Vilbeler seit Generationen für grenzenloses Zusammensein einsetzen. Auch die Europäische Schule Rhein-Main trägt mit ihrem internationalen Charakter dazu bei und schließlich lebten insbesondere in den neueren Quartieren viele Menschen unterschiedlichster Herkunft, die eine eigene Perspektive auf Internationalität und Völkerverständigung einbringen.

„Frieden ist kein ‚nice to have‘, Frieden ist eine notwendige Bedingung für Freiheit und für Demokratie. Was vielen von uns fast schon selbstverständlich erscheint, ist noch immer für viele Millionen Menschen auf der Welt ein Wunsch und eine Hoffnung. Mit dem Hissen der Flagge der ‚Mayors for Peace‘ möchten wir auch diesen Menschen ein Zeichen der Hoffnung senden und zeigen, dass wir an ihrer Seite stehen“, so Sebastian Wysocki abschließend.

 

Zum Hintergrund:
Wer sind die Mayors for Peace:

Die Organisation Mayors for Peace wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Das weltweite Netzwerk setzt sich vor allem für die Abschaffung von Atomwaffen ein, greift aber auch aktuelle Themen auf, um Wege für ein friedvolles Miteinander zu diskutieren. 8.579 Städte in 166 Ländern gehören dem Netzwerk an, darunter 931 Städte in Deutschland. Rund 600 Städte in Deutschland beteiligen sich in diesem Jahr am Flaggentag.