- Rathaus & Politik
- Leben & Wohnen
- Wirtschaft & Mobilität
- Erleben & Entdecken
75 Jahre Eheglück: Hans und Inge Rodenhausen feiern Kronjuwelen-Hochzeit
Seit 75 Jahren gehen Hans und Inge Rodenhausen gemeinsam durchs Leben. Am 16. Juli 2026 feierte das Ehepaar seine Kronjuwelen-Hochzeit – ein außergewöhnlich seltenes Ehejubiläum. Zu diesem besonderen Anlass überbrachte der Erste Stadtrat Bastian Zander die Glückwünsche der Stadt Bad Vilbel und besuchte das Ehepaar in seinem Zuhause auf dem Heilsberg.
Hans Rodenhausen ist 97 Jahre alt, seine Ehefrau Inge 96. Noch immer leben die beiden in ihrem Haus, in dem sie seit vielen Jahrzehnten zuhause sind. Für Bastian Zander ist das Ehejubiläum ein ganz besonderer Anlass: „75 gemeinsame Ehejahre sind ein beeindruckendes Zeichen für Verbundenheit, Vertrauen und Zusammenhalt. Im Namen der Stadt Bad Vilbel gratuliere ich Inge und Hans Rodenhausen ganz herzlich zu ihrer Kronjuwelen-Hochzeit und wünsche ihnen weiterhin viele schöne gemeinsame Momente.“
Kennengelernt haben sich Hans und Inge Rodenhausen in der Nachkriegszeit im zerstörten Frankfurt. Im Jahr 1951 heirateten sie. Ihre gemeinsame Familiengeschichte ist eng mit Bad Vilbel verbunden: 1969 siedelten sie mit den Kindern auf den Heilsberg und fanden schnell Anschluss an die vielen jungen Familien im Stadtteil, in dem sie Mitte der 1970er Jahre in das heutige Haus im Baltenweg weiterzog.
Inge Rodenhausen arbeitete in jungen Jahren als kreative Modistin und später als Telefonistin beim Fernmeldeamt. Als die wirtschaftliche Situation der Familie es erlaubte, widmete sie sich ganz dem Familienleben und führte den Haushalt. Hans Rodenhausen war während seines gesamten Berufslebens erfolgreich im kaufmännischen Bereich tätig und wurde als Chef des Schuhhauses Bally Prange sehr geschätzt. Dank der guten wirtschaftlichen Zeiten konnte er bereits mit 58 Jahren in den Ruhestand gehen.
Die neu gewonnene freie Zeit nutzte das Ehepaar ausgiebig: Gemeinsam bereisten Hans und Inge Rodenhausen zahlreiche Länder und Kontinente und verbrachten viele Wochen in ihrem Feriendomizil in Südfrankreich. Schon Ende der 1950er Jahre ging es mit der kleinen Tochter Karin und einem Zelt in die Schweiz und nach Italien. Später folgten unter anderem Reisen mit dem VW Käfer ins damalige Jugoslawien und nach Spanien. Auch Wandertouren gehörten über viele Jahre zum gemeinsamen Alltag.
Zur Familie gehören heute mehrere Enkelkinder. Die erste Tochter Karin, die 1951 geboren wurde, verstarb 2008 nach langer Krankheit. Durch sie wurde das Ehepaar erstmals Großeltern: 1987 kam eine Enkelin zur Welt. Ein weiteres Kind der Familie zog Anfang der 1990er Jahre nach Frankreich, wo im Laufe der Jahre vier weitere deutsch-französische Enkel geboren wurden.
Geselligkeit und Bewegung haben im Leben von Hans und Inge Rodenhausen stets eine wichtige Rolle gespielt. Beide feierten gerne mit ihrem großen Freundeskreis, und Inge Rodenhausen ist bis heute eine begeisterte Tänzerin. Noch mit Anfang 90 kam es vor, dass die beiden gemeinsam einen Rock'n'Roll aufs Parkett legten. Heute halten sie sich unter anderem mit Gymnastik fit. Beide waren bereits mehrfach das älteste Paar auf den städtischen Seniorenausflügen.
Auch schwierige Zeiten haben das Paar nicht davon abgehalten, aktiv zu bleiben. Als Hans Rodenhausen ab seinem 70. Lebensjahr zunehmend sein Augenlicht verlor und seit vielen Jahren nahezu nichts mehr sehen kann, blieb er dennoch lange auf den ihm vertrauten Wegen in Bad Vilbel und Frankfurt unterwegs. Inge Rodenhausen widmete sich mit großer Leidenschaft ihrem Garten und insbesondere ihrem Gemüsegarten. Bewegung, eine gesunde Ernährung und der Wille, aktiv zu bleiben, waren für beide stets wichtige Bestandteile ihres Lebens.
„75 Jahre Ehe – das sind sieben Jahrzehnte voller gemeinsamer Erlebnisse, Reisen, familiärer Höhepunkte und auch Herausforderungen. Die Kronjuwelen-Hochzeit von Hans und Inge Rodenhausen ist damit nicht nur ein außergewöhnliches Jubiläum, sondern auch ein beeindruckendes Stück Bad Vilbeler Stadtgeschichte“, so Erster Stadtrat Zander abschließend.

