- Rathaus & Politik
- Leben & Wohnen
- Wirtschaft & Mobilität
- Erleben & Entdecken
Nachhaltige Waldbewirtschaftung auf hohem Niveau
Die nachhaltige Bewirtschaftung des Bad Vilbeler Stadtwaldes ist erneut erfolgreich bestätigt worden. Und dass auch dank der herausragenden Zusammenarbeit mit dem Förster Eckhard Richter von HessenForst vom Forstamt Nidda. Bei einer umfassenden Auditierung nach den Standards von PEFC Deutschland am 18. August 2026 hat der Stadtwald ein hervorragendes Ergebnis erzielt. Sowohl beim PEFC-Forstmanagement als auch beim ergänzenden PEFC-Fördermodul wurden die hohen Anforderungen erfüllt.
Besonders erfreulich fällt das Ergebnis des Audits zum Forstmanagement aus: Der unabhängige Auditor stellte keine Abweichungen und keine Verbesserungspotenziale fest. Damit sind seitens des Forstbetriebs keinerlei Korrekturmaßnahmen notwendig. Zugleich wurde die Einhaltung sämtlicher sechs sogenannten Helsinki-Kriterien bestätigt. Dazu gehören die forstlichen Ressourcen, Gesundheit und Vitalität des Waldes, seine Produktionsfunktion, die biologische Vielfalt sowie die Schutzfunktionen und die sozioökonomischen Funktionen des Waldes.
„Dieses Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Dass bei einer unabhängigen Überprüfung weder Abweichungen noch Verbesserungspotenziale festgestellt werden, ist eine hervorragende Bestätigung unserer Arbeit im Stadtwald. Unser Ziel ist es, den Wald nicht nur für die heutige Generation zu erhalten, sondern ihn so zu entwickeln, dass er auch mit den Folgen des Klimawandels möglichst gut zurechtkommt und seine vielfältigen Funktionen langfristig erfüllen kann“, freut sich Bürgermeister Sebastian Wysocki über das Auditergebnis. Auch beim PEFC-Fördermodul konnte die Stadt Bad Vilbel überzeugen. Überprüft wurden dabei unter anderem die Naturverjüngung, der Erhalt und die Erweiterung einer klimaresilienten und standortheimischen Baumartenvielfalt, der Verzicht auf Kahlschläge sowie auf Düngung und Pflanzenschutzmittel, die Förderung von Totholz, der Erhalt von Habitatbäumen und Maßnahmen zur Wasserrückhaltung. Die geprüften Kriterien wurden erfüllt. In zwei Bereichen übertrifft der Stadtwald die vorgegebenen Anforderungen sogar deutlich. So waren für die geförderte Waldfläche 813 Habitatbäume als Sollwert vorgesehen. Tatsächlich sind im Bad Vilbeler Stadtwald 896 Habitatbäume markiert. Diese Bäume sind für die biologische Vielfalt besonders wertvoll, weil sie zahlreichen Tier- Pflanzen- und Pilzarten Lebens- und Rückzugsräume bieten. Auch bei den Flächen, auf denen sich der Wald vollständig natürlich entwickeln darf, liegt Bad Vilbel über der Vorgabe. Mindestens fünf Prozent beziehungsweise 8,59 Hektar waren gefordert. Tatsächlich sind 12,10 Hektar als Flächen für natürliche Waldentwicklung ausgewiesen. Insgesamt bestehen hierfür sechs entsprechende Flächen im Stadtwald.
„Gerade diese Zahlen zeigen, dass nachhaltige Waldbewirtschaftung und aktiver Naturschutz für uns keine Gegensätze sind. Unser Stadtwald ist Erholungsraum, Lebensraum, Klimaschützer und zugleich ein Stück Natur, für das wir eine besondere Verantwortung tragen. Das ausgezeichnete Auditergebnis bestätigt, dass wir dabei auf dem richtigen Weg sind“, erklärt Wysocki. Die PEFC-Zertifizierung steht für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung nach festgelegten ökologischen, ökonomischen und sozialen Standards. Mit der erfolgreichen Auditierung wird bestätigt, dass die Bewirtschaftung des Bad Vilbeler Stadtwaldes diesen Anforderungen entspricht. „Ein solches Ergebnis ist immer auch das Ergebnis guter und kontinuierlicher Arbeit. Mein Dank gilt deshalb allen, die sich tagtäglich für die Pflege, den Schutz und die zukunftsfähige Entwicklung unseres Stadtwaldes einsetzen“, so Bürgermeister Wysocki abschließend.
