Rathaus Bad Vilbel Eingang

Der Direkte Draht vom 08.01.2026

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

es ist eine gute und langjährige Tradition, die ihren Ursprung vor 180 Jahren hat: die Sternsinger. Was 1846 als „Werk der heiligen Kindheit“ in Aachen begann, führte spätestens 1959 zum Dreikönigssingen und damit seit Jahrzehnten zum Segen der Sternsinger.

Wenn Kinder begleitet von Erwachsenen im Januar durch die Straßen ziehen, sich als heilige drei Könige kleiden und Segenslieder singen sowie den traditionellen Segen spenden, dann tun sie dies für Kinder, die Unterstützung benötigen. In diesem Jahr steht die Aktion unter dem Motto „Schule statt Fabrik“ und richtet sich gegen Kinderarbeit insbesondere in Bangladesch.

Auch in Bad Vilbel lebt die Tradition der Sternsinger fort. Über vielen Türen wird dann wieder der Segen „20*C+M+B*26“ angebracht. Traditionell waren die Gruppen natürlich am Dreikönigstag, also am 6. Januar, unterwegs. Aber in manchen Gemeinden werden auch die Tage danach noch genutzt, um wirklich alle Türen zu besuchen, die den Segen gern empfangen möchten.

Im Rathaus der Stadt waren die Sternsinger am 6. Januar, brachten den Segen über dem Eingang an und sangen ihre Lieder. Es ist bemerkenswert, dass die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft, diesen Einsatz für ihre Altersgenossen in teils fernen Ländern bringen. Das zeigt, dass Solidarität und Mitgefühl kein Alter kennt und es sollte doch auch allen älteren und erwachsenen Menschen ein Symbol und Vorbild sein.

Die Sternsingeraktion hat seit ihrer Gründung 1959 über eine Milliarde Euro für Hilfe und Unterstützung von Kindern weltweit gesammelt. Dass dabei den Spenderinnen und Spendern auch noch ein Segen gebracht wird, kann getrost als „win-win-Situation“ beschrieben werden.

Vielleicht waren Sie in diesem Jahr nicht dabei, weil Sie im Urlaub waren oder es verpasst haben, sich in die Listen einzutragen, damit die Sternsinger auch zu Ihnen kommen. Aber nehmen Sie es sich doch für das kommende Jahr vor oder fragen Sie auch jetzt noch einmal bei Ihren katholischen Kirchengemeinden nach, ob es noch Möglichkeiten gibt, einerseits zu spenden und/oder andererseits den Segen zu erhalten. Denn eines ist klar: einen Segen können wir alle stets gut gebrauchen.

 

In diesem Sinne grüßt Sie herzlich

Ihr Magistrat der Stadt Bad Vilbel