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Fütterungsverbot für Wasservögel und Nutrias beachten
Die Stadt Bad Vilbel weist erneut darauf hin, dass gemäß der städtischen Grünanlagensatzung ein Fütterungsverbot für Wasservögel wie Enten, Gänse und Schwäne sowie auch für Nutrias gilt. Trotz dieses Verbots ist es weiterhin weit verbreitet, Tiere zum Beispiel rund um die Wasserburg oder am Ritterweiher zu füttern. Dabei geschieht dies häufig in guter Absicht jedoch mit erheblichen negativen Folgen für Tiere und Umwelt.
„Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass sie den Tieren mit dem Füttern eher schaden als helfen“, erklärt Bürgermeister Sebastian Wysocki. „Gerade die häufige Fütterung mit Brot ist problematisch und kann ernsthafte gesundheitliche Folgen für die Tiere haben.“
Industriell hergestelltes Brot enthält Salz und Zucker und quillt im Magen der Tiere auf. Dies kann zu Verdauungsproblemen, Mangelerscheinungen und im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen.
Dabei sind Wasservögel in ihrem natürlichen Lebensraum bestens versorgt: Sie finden ausreichend Nahrung in Form von Wasser- und Uferpflanzen sowie kleinen Tieren wie Krebsen, Schnecken, Würmern und Insektenlarven.
Auch für die Gewässer hat das Füttern gravierende Auswirkungen. Nicht gefressenes Brot sinkt auf den Grund, beginnt zu faulen und belastet das Wasser. Dies fördert das Wachstum von Algen, verschlechtert die Wasserqualität und kann letztlich dazu führen, dass ein Gewässer „umkippt“.
Hinzu kommt ein weiterer, häufig unterschätzter Effekt: Durch übermäßige Fütterung vermehren sich Wasservögel und Nutrias deutlich stärker als es das natürliche Gleichgewicht vorsieht. Diese „Übervölkerung“ führt dazu, dass vermehrt Tierkot in die Gewässer gelangt, der nicht mehr auf natürliche Weise abgebaut werden kann. Auch dies belastet die Wasserqualität erheblich und kann zum Umkippen insbesondere stehender Gewässer beitragen.
Darüber hinaus können sich durch Tierkot und verdorbene Lebensmittel krankheitserregende Bakterien bilden, die für Wasservögel giftig sind. Die Tiere können dadurch innerhalb kurzer Zeit verenden.
Die Stadt Bad Vilbel appelliert daher eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, das Fütterungsverbot zu beachten und damit aktiv zum Schutz der Tierwelt und der Gewässer beizutragen.

