Rathaus Bad Vilbel Eingang

Bad Vilbel hat niedrigsten Hebesatz unter Hessens Städten

Die Stadt Bad Vilbel hat den Gewerbesteuerhebesatz zum 1. Januar 2026 gesenkt. Mit 327 Prozentpunkten hat Bad Vilbel nun unter vergleichbaren Städten den niedrigsten Hebesatz in ganz Hessen. Diese Maßnahme ist ein Vertrauensbeweis in den Wirtschaftsstandort Bad Vilbel und soll Unternehmen helfen, die insgesamt schwierige Lage derzeit besser zu schultern.

Die Quellen- und Festspielstadt Bad Vilbel liegt zwar unmittelbar vor den Toren Frankfurts, ist aber seit jeher eine eigenständige und selbstbewusste Kommune im Rhein-Main-Gebiet. Mit den besucherstärksten Freiluftfestspielen Hessens, den Burgfestspielen, sowie weiteren Angeboten beherbergt sie eine vielfältige Kulturlandschaft. Die neue Stadthalle „VILCO“ bietet nicht nur Platz für größere Konzerte oder Kulturveranstaltungen, sondern ist zudem ein passender Ort für Unternehmensevents, Wirtschaftstreffen oder Messen und Ausstellungen. Als Heilwasser Kurort lebt Bad Vilbel seit Jahrhunderten von den sprudelnden Quellen unter der Stadt. Die Mineral- und Heilwässer sind weit über die Grenzen der Stadt bekannt. Diese beiden Aspekte geben der Stadt den erwähnten Beinamen „Quellen- und Festspielstadt“. Doch auch wirtschaftlich befindet sich Bad Vilbel seit Jahrzehnten in einer guten Lage. Im prosperierenden Rhein-Main-Gebiet kann sich die Stadt daher gut behaupten. Mit weltweit agierenden Unternehmen, Weltmarktführern ihrer jeweiligen Branchen, aber auch mit mittelständischen und kleineren Familienunternehmen gibt es hier einen Branchenmix, der zur Diversität im Wirtschaftssystem beiträgt und viele Arbeitsplätze für Bad Vilbel und die Region bereithält. Angebunden an das überregionale Schienennetz bietet die Stadt zudem schnelle Wege in die Region und nicht zuletzt eine direkte Anbindung an den Frankfurter Hauptbahnhof sowie mit einmaligem Umstieg auch an den Flughafen. Wer mit dem Auto an den Flughafen möchte, kann dies von Bad Vilbel aus zudem ampelfrei über die Bundesstraße 3 und die entsprechenden Autobahnen tun. Die Fachkräfte von morgen werden in Bad Vilbel selbst ausgebildet. Angefangen bei der frühkindlichen Bildung in den Kindertagesstätten, über die Grundschulen sowie die weiterführenden Schulen in der Stadt, bis zur Außenstelle der Technischen Hochschule Mittelhessen, die hier einen Standort für ihr Konzept „Studium Plus“ betreibt, in welchem Studentinnen und Studenten ein duales Studium mit lokalen und regionalen Arbeitgebern ausüben. Schließlich verfügt Bad Vilbel auch über ein intaktes Netz an Vereinen und ehrenamtlich arbeitenden Institutionen. Moderne Sportanlagen bieten Platz für Sportarten aller Art, Stadthallen und Bürgerhäuser schaffen Raum für Veranstaltungen und in den Stadtteilen werden Feste veranstaltet, sodass der Jahreskalender stets gut gefüllt ist und für jeden Geschmack das richtige Angebot bietet. Vielen Menschen ist Bad Vilbel zudem durch den erfolgreichen Hessentag im Jahr 2025 bekannt, der rund eine Millionen Menschen in die Stadt lockte.

„Die Senkung des Gewerbesteuerhebesatzes ist daher ein Vertrauensbeweis in den Wirtschaftsstandort Bad Vilbels und in die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Betrieben vor Ort, zudem schafft Bad Vilbel damit auch zukünftig verlässliche Rahmenbedingungen. Weiterhin betreiben wir eine gute Standortpolitik, die uns im Rhein-Main-Gebiet wettbewerbsfähig hält, die hiesigen Gewerbetreibenden und Unternehmen entlastet und eine klar positive Zukunftsaussicht gibt, bei gleichzeitig auch zukünftig weiterhin guten Einnahmen für die Stadtkasse“, beschreibt Stadtkämmerer und Erster Stadtrat Bastian Zander die Hebesatzsenkung.

Mit 327 Prozentpunkten ist Bad Vilbel nun in ganz Hessen die Stadt mit dem zweitniedrigsten Hebesatz. Lediglich die deutlich kleinere Kommune Beselich im Landkreis Limburg-Weilburg verlangt weniger. Vergleichbare Städte, insbesondere im Rhein-Main-Gebiet liegen jedoch teils deutlich höher. „Wir sehen die Senkung des Gewerbesteuerhebesatzes daher auch als eine Art ‚Booster‘ für die hiesige Wirtschaft und zeigen deutlich, dass Bad Vilbel ein attraktiver Standort für Unternehmen ist. Gleichzeitig dürfen wir auch mit dem gesunkenen Hebesatz mit positiven Einnahmen aus der Gewerbesteuer rechnen und erreichen Verbesserungen beim Finanzausgleich sowie zu tätigen Umlagen“, führt Zander weiter aus.

„Bad Vilbel bietet für hiesige Unternehmen oder solche, die sich hier ansiedeln möchten, beste Voraussetzungen. In den vergangenen Jahren haben wir viel in die Stadt und die Infrastruktur investiert, sodass wir eine moderne Stadt mit bester Infrastruktur vorzeigen können. Auch in den kommenden Jahren werden wir weiter investieren und beispielweise den Kulturstandort stärken, die Betreuungskapazitäten sichern sowie bereits geschaffenen Wohnraum mit Ergänzungen versehen. Bad Vilbel bleibt auch und gerade mit dem niedrigeren Gewerbesteuerhebesatz handlungsfähig“, so Bastian Zander abschließend.