Rathaus Bad Vilbel Eingang

Wichtiger Schritt für den Sporthallen-Neubau in Bad Vilbel

Wetteraukreis (pdw) Die Doppelsporthalle an der Bad Vilbeler Saalburgstraße ist ein wichtiger Standort des städtischen Schul- und Vereinssports. Doch der eine Teil der Anlage ist mittlerweile in die Jahre gekommen und bedarf dringend einer Erneuerung. Da eine Sanierung nicht mehr wirtschaftlich war, entschied sich die Stadt für einen Neubau. Der Wetteraukreis wird sich als Schulträger mit 50 Prozent an den Baukosten beteiligen. Jetzt überreichte Landrat Jan Weckler die Baugenehmigung an Bürgermeister Sebastian Wysocki.

„Für den Wetteraukreis als Schulträger ist es besonders wichtig, dass wir den Schülerinnen und Schülern der nahegelegenen Schulen, dem Georg-Büchner-Gymnasium, der John-F.-Kennedy-Schule und der Saalburgschule, ein modernes und ansprechendes Gebäude für den Schulsport zur Verfügung stellen können. Dies ist mit den aktuellen Planungen der Fall“, erklärt Landrat Jan Weckler. Er hoffe, so der Landrat weiter, dass mit der Übergabe der Baugenehmigung nun eine schnelle Umsetzung der Arbeiten möglich werde. „Schließlich besteht mit drei Schulstandorten in unmittelbarer Nachbarschaft ein großer Bedarf. Da möchten wir den Zeitraum der Beschränkung durch ein reduziertes Platzangebot so gering wie möglich halten“, sagt Weckler. Bereits seit geraumer Zeit ist der Kreis mit den betroffenen Schulen in engem Austausch, um für den Zeitraum des Abrisses und Neubaus eine Übergangslösung für den Schulsport zu erarbeiten. In die Planungen sind Kapazitäten im zweiten Hallenteil, an der Saalburgschule und der neuen Quellenschule einbezogen. 

Bad Vilbels Rathauschef Sebastian Wysocki freut sich, dass mit der Übergabe der Baugenehmigung nun der nächste wichtige Schritt zum Hallen-Neubau erfolgt ist: „Die beiden Sporthallen an der Saalburgstraße bilden einen wichtigen Pfeiler unseres Vereinssportangebots. Sie werden täglich außerhalb der Schulzeiten und an Wochenenden entsprechend genutzt. Wir möchten auch in Zukunft unseren städtischen Vereinen und ihren ehrenamtlich Tätigen die Infrastruktur für ihre wichtige Arbeit bieten, die ein Gewinn für unsere Stadt ist. Und es freut mich natürlich, dass sich der Wetteraukreis zur Hälfte, also mit 4,95 Millionen Euro nach gegenwärtigem Stand, an den Baukosten für den Hallenneubau beteiligen will.“  

Platz für bis zu 150 Sportlerinnen und Sportler

Die geplante neue Halle wird eine Nutzfläche von 48x28 Metern haben. Wobei die Gesamtmaße des künftigen Gebäudes inklusive Sozialtrakt bei etwa 54x54 Metern und einer maximalen Höhe von knapp zehn Metern liegen werden. Sie ist sowohl für eine Schulsport- als auch eine Vereinssportnutzung vorgesehen. Bei voller Auslastung können insgesamt 90 Sportlerinnen und Sportler die Halle gleichzeitig nutzen. Der Hallenbereich lässt sich durch mobile, hochfahrbare Trennvorhänge in drei separate Bereiche teilen. Neben dem eigentlichen Hallenraum, in dem auch Sportveranstaltungen mit bis zu 450 Zuschauerinnen und Zuschauern auf Tribüne und Empore stattfinden können, sind zudem zwei separate Sporträume im ersten Stock geplant. Diese können ebenfalls je bis zu 30 Personen fassen. Die Räume lassen sich auch für den Schulunterricht sowie für sportliche Aktivitäten wie etwa Gymnastik- und Sportkurse nutzen. Ein Sozialtrakt mit Umkleiden, Dusch- und Geräteräumen, Toiletten sowie weiteren Funktionsräumen ergänzt die Ausstattung. Die Umkleiden sollen 200 bis 250 Personen Platz bieten.

Die neue Sporthalle wird am Standort ihrer dann abgerissenen Vorgängerhalle entstehen und – wie diese auch – räumlich durch Gänge mit der angrenzenden Zwillingshalle verbunden sein, so dass Nutzerinnen und Nutzer bequem von einer Halle in die andere wechseln können. Das obere Stockwerk des zweigeschossigen Gebäudes ist barrierefrei über einen Aufzug erreichbar. Zudem plant man mit einer Photovoltaikanlage samt Speicher und einer Leistung von 70 Kilowatt Strom für die Eigennutzung zu erzeugen. Überschüsse ließen sich sogar ins Stromnetz einspeisen.