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Gewerbesteuerhebesatz wird um 30 Prozentpunkte gesenkt

Den Bad Vilbeler Unternehmen geht es gut, sie wirtschaften stark und schaffen Arbeitsplätze. Dies äußert sich unter anderem in höheren Gewerbesteuereinnahmen für die Stadt Bad Vilbel. Damit diese wirtschaftliche Stärke auch künftig bestehen kann, hat der Magistrat der Stadt Bad Vilbel nun eine Senkung des Gewerbesteuerhebesatzes um 30 Prozentpunkte beschlossen. Mit 327 Prozentpunkten würde Bad Vilbel unter vergleichbaren Städten den niedrigsten Hebesatz in ganz Hessen erhalten. Dieser Vorlage muss nun noch die Stadtverordnetenversammlung zustimmen.

„Die Senkung ist ein Vertrauensbeweis in den Wirtschaftsstandort Bad Vilbels und in die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Betrieben vor Ort, zudem schafft Bad Vilbel damit auch zukünftig verlässliche Rahmenbedingungen. Weiterhin betreiben wir eine gute Standortpolitik, die uns im Rhein-Main-Gebiet wettbewerbsfähig hält, die hiesigen Gewerbetreibenden und Unternehmen entlastet und eine klar positive Zukunftsaussicht gibt, bei gleichzeitig auch zukünftig weiterhin guten Einnahmen für die Stadtkasse“, beschreibt Stadtkämmerer und Erster Stadtrat Bastian Zander die Intention der Hebesatzsenkung.

Mit 327 Prozentpunkten wäre Bad Vilbel in ganz Hessen die Stadt mit dem zweitniedrigsten Hebesatz. Lediglich die deutlich kleinere Kommune Beselich im Landkreis Limburg-Weilburg verlangt weniger. Vergleichbare Städte, insbesondere im Rhein-Main-Gebiet liegen jedoch fortan teils deutlich höher. „Wir sehen die Senkung des Gewerbesteuerhebesatzes daher auch als eine Art ‚Booster‘ für die hiesige Wirtschaft und zeigen deutlich, dass Bad Vilbel ein attraktiver Standort für Unternehmen ist. Gleichzeitig dürfen wir auch mit dem gesunkenen Hebesatz mit positiven Einnahmen aus der Gewerbesteuer rechnen und erreichen Verbesserungen beim Finanzausgleich sowie zu tätigen Umlagen“, führt Zander weiter aus.

Die Stadt Bad Vilbel kann nach den zuletzt veröffentlichten Finanzberichten mit höheren Einnahmen aus der Gewerbesteuer für das Jahr 2025 rechnen. So waren im Haushalt 40 Millionen Euro als Einnahmen prognostiziert, aktuell sind jedoch mit rund 50 Millionen Euro zu rechnen. Setzt man nun den neuen und niedrigeren Hebesatz an, würden die Einnahmen immer noch über dem Haushaltsansatz lägen beim heutigen Steueraufkommen bei rund 45,8 Millionen Euro. Der neue Hebesatz tritt bei Beschluss durch die Stadtverordnetenversammlung am 1. Januar 2026 in Kraft.

„Bei der Reform der Grundsteuer, die wir im vergangenen Jahr vollziehen mussten, haben wir sehr klar auf eine Aufkommensneutralität für die Stadt geachtet. Dies führte im Gesamtaufkommen der Steuer letztendlich sogar dazu, dass die Stadt die Grundstückseigentümerinnen und Eigentümer in Summe durch geringere Einnahmen entlasten konnte. Für uns gilt nun auch bei der Gewerbesteuer, dass wir den Unternehmen in Bad Vilbel ein Zeichen der Entlastung senden und gleichzeitig keine Einbußen im städtischen Haushalt verzeichnen müssen. Bad Vilbel bleibt auch und gerade mit dem niedrigeren Gewerbesteuerhebesatz handlungsfähig“, so Bastian Zander abschließend.