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Ihr Ansprechpartner

Der Magistrat der Stadt Bad Vilbel
Fachdienst Liegenschaftsverwaltung
Am Sonnenplatz 1
61118 Bad Vilbel
 
Albrecht Kliem
KliemAlbrecht
Fachdienstleiter
Tel:
Work(06101) 602-225
Fax:
Fax(06101) 602-361
 

Waldlehrpfad


Am Internationalen Tag des Waldes (21. März 2011) wurde den Bürgerinnen und Bürgern der fertiggestellte Waldlehrpfad präsentiert.
 
Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Herrn Fleischhauer (Konzeptgeber und ehemaliger Revierförster), Herrn Dr. Ernst Trinder und Herrn Hans Tuengerthal (beide Naturschutzgesellschaft Bad Vilbel und Umgebung), Herrn Gilbert (Verein für Vogelschutz und Landschaftspflege), Herrn Peter Paul (BUND) als Orts- und Sachkundige befasste sich mit diesem Thema. 
 

 

Wahl der Beschilderung:

Es standen mehrere Varianten zur Verfügung. Den Einkauf von fertigen Schildern, die in jedem Wald stehen können sowie eine Alternative, in der Texte und Bilder für die Schilder von Spezialfirmen entworfen werden, wurden von der Arbeitsgruppe verworfen. Die für Bad Vilbel beste Lösung wurde darin gesehen, dass die Arbeitsgruppe die Gestaltung der Schilder sowie die Thematik selbst in die Hand nahm. Auch gelang dadurch die Anpassung an die spezifischen Themen im Bad Vilbeler Wald am besten. Von den städtischen Gremien wurden für die Realisierung des Waldlehrpfades insgesamt 50.000 Euro (2009 und 2010) bereitgestellt, um die 46 geplanten Tafeln herzustellen. 
  
 

 

Welche Ziele werden mit dem Waldlehrpfad angestrebt:

Mit dem neuen Waldlehrpfad sollen Menschen in den Wald „gelockt“ werden. Mit Wegen ist der Bad Vilbeler Stadtwald hervorragend erschlossen und kann von daher sehr gut zur Naherholung genutzt werden. Die Qualität dieser Naherholung soll verbessert werden, indem die Besucher durch die Tafeln angeleitet werden, ihre Umgebung intensiver wahrzunehmen, Tiere und Pflanzen zu beobachten, den Gesang und die Rufe der Vögel bewusst anzuhören. Interessant ist es auch, die jahreszeitlichen Unterschiede und die Veränderungen von Jahr zu Jahr – zumindest bei Teilen der Flora – zu erkennen. Auch eine sachliche Darstellung des Forstbetriebes mit seiner Notwendigkeit der Bewirtschaftung eines Waldes sollte nicht zu kurz kommen. Der Waldbesucher soll sich auf das „Erlebnis Wald“ einlassen.
 

 

Themen:

Die Tafeln bieten viele Informationen über den Wald und über die Tiere und Pflanzen, die entlang des Weges gefunden werden können. Leichtverständlich und mit Bildern unterlegt, wird das Ökosystem Wald  abgebildet. 
 
Ein Waldlehrpfad kann und will kein Bestimmungsbuch ersetzen. Er regt an, sich mit den Themen zu befassen und diese gegebenenfalls zu vertiefen. Der Arbeitsgruppe rund um den Bad Vilbeler Waldlehrpfad ist sehr daran gelegen, ökologische Zusammenhänge anzudeuten und auf allgemein gültige Tatsachen hinzuweisen. Die große Artenvielfalt im Bad Vilbeler Wald konnte aus Platzgründen nur in einer kleinen Auswahl untergebracht werden.
 
Die auf den Tafeln vorhandenen Quizfragen sind unterschiedlich schwierig. Auf der Rückseite der Tafeln steht die Lösung. In manchen Quizfragen ist auch eine Erweiterung der Kenntnisse zum Titelthema oder zur Umgebung gefordert. 
 

 

Texte:

Ein Leitfoto sowie der dazugehörende Text wurden in der Mitte der Tafel untergebracht. Waldwirtschaftliche Fragen durchziehen den gesamten Lehrpfad und machen eine Begehung des Lehrpfades fast nebenbei zu einer Art Betriebsbesichtigung. Ein stadtnaher Erholungswald kann auf die Wald erhaltende, sichernde und gestaltende Forstwirtschaft nicht verzichten. Sogar für den Naturschutz können gezielte Eingriffe oder Unterlassungen mehr Natur hervorbringen, als die Natur es selbst ohne Hilfe schaffen würde. 
 

 

Trägerelement und Bauweise:

Unbehandelte, roh geschnittene Eichenhölzer aus dem eigenen Wald bilden die Basis der Trägerelemente, die in der Dortelweiler Schreinerei Mathias Kleisch geschnitten und nach vorliegenden Plänen zusammengebaut wurde. Anregung für die Gestaltung der Trägerelemente lieferte unter anderem eine Tafel aus Bergen-Enkheim.
 
Die Schilder wurden in Berlin gedruckt. Von der Gestaltung bis zur fertigen Druckvorlage hat die Arbeitsgruppe alle Arbeiten selbst erledigt.
Neben der Stadt Bad Vilbel engagierten sich die Gerty-Strom-Stiftung, Frankfurt, die BUND-Ortsgruppe Bad Vilbel, die Jagdgenossenschaft Bad Vilbel, der Kleingärtnerverein Bad Vilbel, die Naturschutzgesellschaft Bad Vilbel und Umgebung e.V., der Obstbauverein Bad Vilbel, der Verein für Vogelschutz und Landschaftspflege Bad Vilbel sowie die Untere Naturschutzbehörde beim Wetteraukreis.