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In Umsetzung befindliche Maßnahmen

A1 Gestaltung und Attraktivierung des historischen Kurparks

Niddarondell

Ehrenmal

Ziel der Einzelmaßnahme ist die denkmalgerechte Gestaltung des Kurparks. Hierzu wird das bestehende Parkpflegewerk schrittweise umgesetzt. Konkret wurde das Areal „Ehrenmal“ neugestaltet und saniert. Außerdem war die Gestaltung und Sanierung des Areals „Niddarondell". Bestandteil dieser Maßnahme. Beides wurde im Sinne der ursprünglichen Planung von Heinrich Siesmayer umgesetzt. Im Anschluss sollen weitere Elemente des Parkpflegewerkes umgesetzt werden. Zudem sollen die Wege einen neuen Belag erhalten.

A2 Umgestaltung des Burgparks und Anlage eines Generationenparks

"point-de-vue" Burgpark

Im Burgpark der Stadt Bad Vilbel befinden sich bislang ein Basketballplatz und eine Skateranlage. Zum Teil sind diese Anlagen aber auch weitere Möblierungselemente (Bänke, Mülleimer,…) sowie manche der Wege und Bepflanzungen deutlich in die Jahre gekommen. Hierdurch wird die Attraktivität der öffentlichen Grünfläche und deren Aufenthaltsqualität deutlich gemindert. Zudem fehlen eine klare funktionale Gliederung und Strukturierung.

Für den Burgpark ist eine gesamthafte Neuordnung und Aufwertung vorgesehen durch die die Grünfläche nachhaltig an Attraktivität gewinnen soll. Die Planungen umfassten hierbei sowohl die Aufwertung bestehender Elemente, als auch die Ergänzung oder Erweiterung bis hin zur Neuanlage von Attraktions- und Anziehungspunkten. Die Attraktivierung des Erlebnispunktes „Niddastufen“ wurde bereits umgesetzt. Weitere geplante Maßnahmen im Zusammenhang mit der Umgestaltung des Burgparks sind:

  • Ausbau des zum größten Teil vorhandenen Arboretums mit Ergänzung vorhandener bzw. Erschaffung bedeutsamer Baumgruppen (Mammutbaum-, Ahorn-, Birkengruppe usw.) unter den Aspekten Herbstfärbung, Rinde, Blüte usw. mit entsprechender weg naher Beschilderung (Messingschilder, im Boden eingelassen, überfahrbar)
  • Neubau Erlebnispunkt Wasserspielplatz als Anziehungspunkt (Gestaltung in Anlehnung an ein Teilstück Niddaverlauf)
  • Neuanlage eines Heil- und Kräutergartens
  • Ausbau und Attraktivierung der Sportanlagen (Streetball- / Skateranlage)
  • Schaffung von allgemeinen Aufenthaltsflächen (Möbilierung)
  • Neuanlage eines Barfuß-Pfades
  • Neubau eines Kneipp-Tretbeckens
  • Schaffung der Begleitinfrastruktur für Radfahrer (Abstellplätze, Sitzgelegenheiten, Ladeinfrastruktur etc.)
  • Wasserrückgewinnungsanlage für Wasserspielplatz und Kneipp-Tretbecken

A3 Aufwertung und Neugestaltung des Lohgerberparks: außer Kinderspielplatz

Lohgerberbrunnen

Sitzstufen Niddaufer


Der Gerberpark befindet sich im nordöstlichen Teil des Kernbereiches, südlich der Nidda. Der Gerberpark bildet den Endpunkt des befestigten, südlichen Nidda-Uferwegs. Die Parkanlage wies einen veralteten Zustand auf. Insbesondere die Brunnenanlage war in die Jahre gekommen und wenig attraktiv. Gleiches galt für die vorhandene Möblierung (Bänke, Mülleimer).
Die Anlage Gerberpark wurde gestalterisch aufgewertet. Der Schwerpunkt lag hierbei auf der Neugestaltung des Lohgerberbrunnens, bei dem die Erinnerung an das historische Gewerbe der Lohgerber im Fokus stehen sollte. Darüber hinaus wurden der Weg von der Alten Mühle über den Bewegungspark bis zum Gerberbrunnen und die daran angrenzenden Gartenanlagen attraktiver gestaltet. Ebenfalls ist die Neuanlage von Sitzstufen an der Nidda im Bereich der Alten Mühle umgesetzt worden. Eine weitere geplante Maßnahme ist die Aufwertung des Spielplatzes.

A4 Neuanlage Kurgarten

Brunnentempel Kurgarten

Im Kurpark von Bad Vilbel wird mit dem Erweiterungsneubau einer Stadthalle im Zusammenspiel mit dem bestehenden denkmalgeschützten Kurhaus ein neuesGebäudeensemble geschaffen, das in seiner Mitte einen neuen Kurgarten an der Nidda schafft. Die bestehende Trinkstelle für Heilwasser („Brunnentempel Friedrich-Karl-Sprudel“) wurde in die Neugestaltung miteinbezogen und attraktiver gestaltet. Des Weiteren ist die Einrichtung von zwei Wasserspielen vorgesehen.

Unter Downloads kann der Übersichtsplan "Neuanlae Kurgarten" für eine genauere Betrachtung heruntergeladen werden.

A8 Schaffung von Lehr-, Erlebnis- und Naturpfaden


Bislang wiesen die unterschiedlichen vorhandenen Wege in Bad Vilbel keine einheitliche Ausgestaltung auf und verfolgten keine thematische Ausrichtung. Ebenso war eine Bezugnahme auf die Natur- und Kulturhistorie nicht ausreichend ausgebaut und ersichtlich. Vorhandene Potenziale (bspw. Quellen, Nidda, umliegende Kulturlandschaften etc.) sollen durch eine thematische Ausrichtung genutzt und in das Bewusstsein der Bad Vilbeler gerückt werden. Gleichzeitig ergeben sich dadurch weitere touristische Attraktion für Bad Vilbel und die weitere Umgebung.

Alle touristischen Pfade befinden sich derzeit in Umsetzung und die Ausschreibungen werden vorbereitet. Die Maßnahme umfasst unter anderem die Beschilderung, das Aufstellen von Infotafeln und die Möblierung. Die Wege sollen in einem gemeinsamen Corporate Design ausgestaltet werden. Durch den Geopfad soll der Steinbruch seh-, erleb- und begehbar gemacht (u.a. anlegen eines Informationspunkts), verschiedenen Infotafeln aufgestellt und der Weg der Tiefe einbezogen werden. Das Aufstellen von Tafeln entlang der Nidda sowie das Installieren einer Unterwasserkamera zur Übertragung eines Livebildes aus der Nidda, werden Maßnahmen im Rahmen der Schaffung des Wassererlebnispfades sein. Zudem sind eine Kenntlichmachung des Brunnen- und Quellbezirks im Zentrum von Bad Vilbel (Stelen oder Wandbilder), rund um das Rathaus als Kern der örtlichen Mineralwasserindustrie vorgesehen.

B3 Restaurierung Kurhaus und Neubau Stadthalle

Planung Restaurierung Kurhaus und Neubau Stadthalle

Das heutige Kurhaus wurde einst von Bad Vilbelern Bürgern in Eigenregie als sog. Volkshaus geplant und 1927/1928 erbaut. Es diente zunächst als Treffpunkt und Veranstaltungsort für die Bad Vilbeler Vereine. Im Jahr 1931 ging das Gebäude in den Besitz der Stadt über und wurde zum Kurhaus umgebaut. Nach der Einstellung des Kurbetriebes diente das Kurhaus als Veranstaltungsort und beherbergte das Bürgerbüro und die Tourist-Info. Das Gebäude wies zwischenzeitlich einen hohen Sanierungsbedarf auf und wird den Anforderungen an einen modernen Veranstaltungsort nicht mehr gerecht. Gleichzeitig fehlt der Stadt Bad Vilbel nach dem Abriss der alten Stadthalle eine Räumlichkeit für größere Veranstaltungen. Eine Stadthalle mit geeigneten Räumlichkeiten bietet das Potenzial das durch die Burgfestspiele geschaffene touristische Anleinstellungsmerkmal zu ergänzen und weiter auszubauen.

Vor diesem Hintergrund wird derzeit das Kurhaus zeitgemäß und denkmalgerecht saniert. Vom Kurpark und der neu gestalteten „Nidda-Promenade“ aus soll das Kurhaus als Solitär wahrnehmbar sein. Hierdurch kann eine weitere Aufwertung der „Neuen Mitte“ erreicht werden. Neben dem Kurhaussaal mit Platz für max. 250 Zuschauer und Räumen für Künstler soll das Erdgeschoss ein Bürgerzentrum mit Bürgerbüro, Touristinfo und Büros für Verwaltung und Stadtmarketing beherbergen. Die Stadthalle wird an das denkmalgeschützte Kurhaus angebaut. Eine dem Erweiterungsbau vorgelagerte „Orangerie“ verbindet die neue Stadthalle mit 1.000 Sitzplätzen mit dem historischen Kurhaus. Der kompakte Baukörper mit dem „gläsernen Foyer“ soll eine multifunktionale, flexible Bespielbarkeit der Veranstaltungsbereiche ermöglichen. Für den ruhenden Verkehr ist eine direkt zugeordnete Tiefgarage unter dem Komplex vorgesehen. Wie auch die Restaurierung des Kurhauses stellt auch der Erweiterungsneubau der Stadthalle einen wichtigen Beitrag zur weiteren Attraktivitätssteigerung der Bad Vilbeler Stadtmitte dar. In der Stadthalle sollen Tagungen und Kongresse stattfinden und das Kulturprogramm noch attraktiver gestaltet werden. Dem gegenüber soll das sanierte Kurhaus den Bad Vilbeler Organisationen als zentraler Veranstaltungsort zur Verfügung stehen.

C1 Attraktivierung der Straßen Frankfurter Straße und Marktplatz in Bad Vilbel

Neuer Platz am Grünen Weg

Ziel der Maßnahme ist es, die Aufenthaltsqualität vor allem für Fußgänger zu verbessern und die Frankfurter Straße enger mit Nidda-Ufer und Kurbereich zu vernetzen. Geplant ist die Attraktivierung der Straßen Marktplatz und Frankfurter Straße durch abwechslungsreiche Gliederung von Straßen- und Platzfolgen sowie einem ‚Funktionsband‘ und neuen Oberflächenbelägen im Bereich der Gehwege und der Stichwege zur Nidda. Die Plätze erhalten eine gemeinsame Gestaltung als erkennbare Einheit (Material, Möblierung) und Weiterführung des Belages über den Straßenraum hinweg, ergänzt durch Sitzmöglichkeiten. Eine Ausbildung der Platzbereiche über die Straße erhöht die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer und trägt zur Bildung klar erkennbarer Abschnitte im Straßenraum bei.

Die Maßnahme befindet sich noch in der Umsetzung und wird in 3 Bauabschnitten ausgeführt. Im 1. Bauabschnitt wurde der Platz an der Ecke Grüner Weg fertiggestellt und erhöht durch seine Gestaltung die Einbeziehung von Wasserelementen, Sitzbänken und Bäumen die Aufenthaltsqualität der Frankfurter Straße und lädt zum Verweilen ein. Außerdem wurden in diesem Bauabschnitt die Schützenhofstraße und der untere Teil der Baugasse saniert. Im Zuge des 2. Bauabschnitts wurden weitere Nebenstraßen fertiggestellt. Hierzu zählen die Schmiedsgasse, die obere Baugasse, die Wiesengasse und die Hasengasse. Der obere Teil des Grünen Wegs befindet sich aktuell in Umsetzung, der Bereich des Marktplatzes folgt nach den Herbstferien 2021. Der 3. Bauabschnitt ist noch in Planung, die Umsetzung soll im Jahr 2022 starten.

Wiesengasse (fertiggestellt)

Schmiedsgasse (fertiggestellt)

Hasengasse (fertiggestellt)

C3 Niddaradweg

Niddaradweg

Der Niddaradweg, der zur Regionalpark Niddaroute gehört, verläuft entlang der Nidda von der Quelle im Vogelsberg bis zur Mündung in Frankfurt Höchst. In Untersuchungsgebiet verläuft der Weg hauptsächlich zwischen Nidda und den angrenzenden Grünanlagen wie Kur- und Burgpark. In Teilbereichen weist der Radweg jedoch Mängel in der Begleitinfrastruktur auf.

Die Begleitinfrastruktur des Niddaradweges wird derzeit wesentlich attraktiviert und wird an entsprechenden Stellen innerhalb des Stadtgebietes durch neue Fahrradabstellanlagen, Sitzgelegenheiten oder eine Ladeinfrastruktur für E-Bikes aufgewertet.

C5 Verbesserung der Radinfrastruktur (Kasseler Straße)

Ist-Situation

Die Umsetzung des Radverkehrskonzeptes ist für eine Verbesserung undzukunftsgerichtete Attraktivierung des Radverkehrsnetzes unumgänglich. Die aufgestellten Empfehlungen beziehen sich im Geltungsbereich auf die Frankfurter Straße (unter Berücksichtigung der Maßnahmen C1/ C9), die Kasseler Straße, die Frankfurter Straße/ Parkstraße sowie auf die Anbindung des Südbahnhofs. Die Ergänzung von Fahrradabstellanlagen an wichtigen Knotenpunkten, an den Radwegen sowie öffentlichen Flächen und Gebäuden kann die Entscheidung zur Nutzung des Fahrrads zusätzlich erleichtern. Speziell benannt wurden die Niddabrücke/ der Niddaplatz, der Rewe-Markt, die Alte Mühle sowie das Kurhaus. Zur Unterstützung der vermehrt auftretenden E-Bikes und E-Cargobikes, die eine zusätzliche Verminderung des MIV bedeuten können, wird die Ladeinfrastruktur deutlich ausgebaut und an strategischen Stellen zur Verfügung gestellt. Weiterhin wird die Ausweisung weiterer Fahrradstraßen geprüft werden. Die Maßnahme befindet sich derzeit noch in der Umsetzung.