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Aktuelle Nachrichten

Stilles und individuelles Gedenken am Pogromtag

Jüdische Gemeinde und Stadt Bad Vilbel entzünden Gedenkkerzen

Am 9. November 2020 jährt sich das Datum der Reichspogromnacht in Deutschland zum 82. Mal. Ein trauriges Datum, an das die Jüdischen Gemeinde Bad Vilbel e.V. und die Stadt Bad Vilbel mit einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung traditionell jedes Jahr am 10. November erinnern. Aufgrund der aktuellen Pandemie und den Bestimmungen zur Eindämmung der Infektionszahlen kann eine offizielle Gedenkstunde in diesem Jahr nicht wie üblich stattfinden.

Traditionell wirdam 10. November in Bad Vilbel ein Pogromgedenken am Gedenkstein vor dem Alten Rathaus mit Gedenkreden, einem Totengebet vom Rabbiner und mit dem Gesang des Chors der Jüdischen Gemeinde Frankfurt begangen.
 
 „Ich hätte es wichtig befunden, das viele Bürger gemeinsam den Toten Ehre erweisen und bedauere, dass das Gedenken dieses Jahr nicht in diesem Rahmen stattfinden kann“, erklärt hierzu die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Bad Vilbel, Vered Zur.
Aufgrund der strengen Vorgaben, insbesondere zu Kontaktbeschränkungen ist eine Veranstaltung im traditionellen Format jedoch leider nicht möglich.
 
„Uns als Stadt und mir persönlich als Bürgermeister und Bad Vilbeler ist das Gedenken an die Verfolgung und Ermordung Bad Vilbelerinnen und Bad Vilbeler jüdischen Glaubens Jahr für Jahr eine wichtige Angelegenheit. Auch wenn wir es dieses Jahr nicht wie gewohnt veranstalten können, werden wir dennoch ein stilles Gedenken zu Ehren der Toten abhalten“, ergänzt Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr.
 
Die Stadt Bad Vilbel, vertreten durch Bürgermeister Dr. Stöhr, und die Jüdischen Gemeinde Bad Vilbel e.V., vertreten durch Vered Zur, werden in stillem Gedenken einen Kranz niederlegen und Gedenkkerzen entzünden.
 
Damit wird auch in diesem Jahr an die Gräueltaten während des Nationalsozialismus erinnert. „Wir werden an Diskriminierung, an Verfolgungen und den Mord an sechs Millionen Jüdinnen und Juden erinnern und Ihnen gedenken. Wir dürfen nicht vergessen, was in der Nacht vom 9 auf den 10. November 1938 seinen Anfang nahm“, so Zur und Stöhr gemeinsam und ergänzen, dass daran die feste Überzeugung gekoppelt sei, dass Antisemitismus und Rassismus in Bad Vilbel, in Deutschland und in Europa keinen Platz haben darf.
 
Jeder Bürger, der dieser Haltung Ausdruck verleihen möchte, möge am Dienstag, den 10.November im Laufe des Tages eine Kerze beim Gedenkstein am Alten Rathaus entzünden.

Veröffentlicht:09.11.2020