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Aktuelle Nachrichten

Leinwandheld, Cowboy, Kamelhirte und TV-Star verabschiedet

Einsatzleiter der Ordnungspolizei Klaus Zeller geht in den Ruhestand

„Schneller als der Zeller“, anfangs ein kleiner Gag, mittlerweile Kult in Bad Vilbel und nicht nur hier. Ein Aufkleber, auf dem neben dem Slogan auch ein Foto von Klaus Zeller zu sehen ist, machte den Einsatzleiter der Ordnungspolizei zur echten Bad Vilbeler Kultfigur. Man sagt, der Aufkleber sei unter anderem im Bereich der Hamburger Reeperbahn zu sehen, mittlerweile sollen Autos durch Bad Vilbel fahren, auf deren Nummernschildumrandung ebenfalls der allseits bekannte Slogan zu lesen ist.

Nun wurde Klaus Zeller in den Ruhestand verabschiedet.
 
„36 Jahre war Klaus Zeller bei der Stadt Bad Vilbel angestellt. Zunächst als hauptamtlicher Gerätewart bei der Feuerwehr, später ab 1993 dann bei der Ordnungspolizei. Es ist nicht übertrieben, wenn man davon spricht, dass Klaus Zeller der wohl bekannteste städtische Mitarbeiter war und ist“, begann Erster Stadtrat und Ordnungsdezernent Sebastian Wysocki seine Abschiedsworte. Als Ordnungspolizist bekannt geworden, als Pate des bekannten Aufklebers zu Kult gekommen und später als TV-Star und Leinwandheld verewigt. So oder so ähnlich könnte man den Werdegang des Mannes beschreiben, der immer nur eines im Sinn hatte: Bad Vilbel sollte sauber, geordnet und lebenswert bleiben.
 
„Klaus Zeller ist auch so etwas wie das wandelnde Gedächtnis städtischer Einsätze und Geschehnisse. Wer sich einmal mit ihm unterhält, der erfährt Dinge, die man erst kaum glauben kann und über die man dann herzlich miteinander lacht“, beschrieb Wysocki den nun Ruheständler Zeller. Gewiss hat dieser einiges erlebt. Ob er als „Cowboy“ entflohene Kühe, die den Sportplatz in Massenheim zertrampelten, zurück zur Weide brachte oder ob er mit zwei Kamelen im Schlepptau die L3008 entlang lief, Klaus Zeller war sprichwörtlich überall, wo es brannte. „Nicht nur als Ordnungspolizist, sondern ab 2003 auch als Marktmeister war Klaus Zeller im wahrsten Sinne des Wortes stets zu Diensten. Kein Einsatz, für den er sich zu schade war, keine Frage, die er unbeantwortet ließ. Klaus Zeller war ein Vorbild an Einsatz und Engagement“, lobte der Erste Stadtrat den Einsatzleiter der Ordnungspolizei. Gerade als Marktmeister hatte Zeller die Gabe mit Geschick und Improvisationstalent Probleme kurzfristig zu beheben. Die Schausteller des Bad Vilbeler Marktes beispielsweise fühlten sich bei ihm stets gut aufgehoben und schlossen ihn schnell in ihr Herz. „Klaus Zeller war als Marktmeister aber nicht nur für den Bad Vilbeler Markt zuständig. Er organisierte beispielsweise auch die Gronauer Kerb oder das Straßenfest in der Frankfurter Straße“, ergänzte Wysocki.
 
Dass Zeller große Fußstapfen hinterlässt, ist unbestritten. Die Ordnungspolizei und ihre Arbeit hat er wie kein Zweiter geprägt. „Mit dieser Arbeit wurde er schließlich auch zum ‚TV-Star‘, als er für die Sendung ‚Achtung Kontrolle‘ auf Kabel 1 gemeinsam mit dem Kollegen Tilo Reichart vor der Kamera stand. Zum Leinwandhelden wurde er beim 25-jährigen Jubiläum des Open-Air-Kinos, dort war er Teil des Jubiläumsfilms. Ein Mann mit vielen Facetten“, so Wysocki mit einem Lächeln im Gesicht.
 
Man könnte wohl ein Buch mit allen Geschichten von und über Klaus Zeller füllen, vielleicht macht er sich ja sogar selbst einmal daran, denn das – so sagte er einmal selbst – müsste man eigentlich tun, sonst glaube einem ja niemandem, dass das alles wirklich passiert ist. Den Ruhestand möchte er nun nutzen, um mit seiner Frau auf Reisen zu gehen und auch einmal dann wegzufahren, wenn er eigentlich arbeiten musste, nämlich im Sommer. Dem Bad Vilbeler Markt 2019 wolle er fern bleiben. „Ich möchte meinen Nachfolgern ermöglichen, sich ungestört in das erste Jahr ohne mich einzuarbeiten. Es wäre nicht gut, wenn ich an jeder Ecke auf dem Markt angesprochen würde“, begründete er sein Fernbleiben vorab, fügte aber auch an, dass es nur für dieses Jahr so sein soll.
 
„Mit Klaus Zeller geht ein städtischer Angestellter in den Ruhestand, der seinen Beruf gelebt und unsere Stadt ein stückweit auch geprägt hat. Ich bedanke mich für seinen Einsatz, seine Tipps und Ratschläge, die mir in meiner Anfangszeit eine große Hilfe waren und wünsche ihm für seine Zukunft alles Gute, vor allem viel Gesundheit und Glück. Die Türen im Rathaus stehen ihm immer offen. Klaus Zeller ist und bleibt ein Teil der Stadt Bad Vilbel“, so Wysocki abschließend.
 

Bildunterschrift: Im Kreise langjähriger und lieber Kolleginnen und Kollegen wurde Klaus Zeller (Bildmitte, neben seiner Frau) in den Ruhestand verabschiedet.

Veröffentlicht:10.04.2019