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Aktuelle Nachrichten

Der Tag an dem die Bomben fielen

Gedenken an die Opfer des Bombenabwurfs vor 75 Jahren

Es war am Vormittag des 2. März 1944, die damals 4000 Einwohnerinnen und Einwohner Vilbels gingen ihrer Arbeit nach oder waren in der Schule. Ein bisschen Normalität in Zeiten von Krieg, nationalsozialistischem Terror und dem Zittern, um die Verwandten an der Front. Dann ertönte Fliegeralarm, nur 20 Minuten später prasselte ein Teppich aus Bomben auf die Stadt ein. Rund 50 Menschen fielen diesem Bombenhagel zum Opfer, 12 Prozent der Häuser waren zerstört.

In Gedenken an diesen Tag und an die Opfer legtenBürgermeister Dr. Thomas Stöhr und Geschichtsvereinsvorsitzender, Claus-Günther Kunzmann am Freitag, den 8. März einen Kranz auf dem Friedhof in der Lohstraße nieder. Die Opfer der Bombenabwürfe waren damals am 8. März beerdigt worden.
 
„Vilbel war nicht das eigentliche Ziel der amerikanischen Bomber. Wahrscheinlich wollten diese in Frankfurt einen Verschiebebahnhof, Werkstätten sowie das Hauptwerk der ‚Alfred-Teves GmbH‘ erreichen. Aufgrund einer geschlossenen Wolkendecke und Schneegestöber über der Wetterau und der damaligen Navigationstechnik kam es dann wohl zu diesem fatalen irrtümlichen Abwurf“, wissen Stöhr und Kunzmann zu berichten.
 
Die Schneise der Verwüstung zog sich vom historischen Rathaus bis zum Gebiet des heutigen Heilsbergs. Unter anderem ging auch das Gebäude des Südbahnhofs in Flammen auf. „Viele Familien flüchteten in Keller, in der Hoffnung dort Schutz vor den Bomben zu finden. Leider fanden dort rund 50 Menschen keinen Schutz, sondern fielen den Bomben zum Opfer. Dieser Opfer gedenken wir mit der Kranzniederlegung am heutigen Tage“, so Stöhr und Kunzmann.
 
Mit der Kranzniederlegung und dem Opfergedenken verbinden die beiden aber auch einen Aufruf an die heutigen Generationen: „Die Kriegstreiber und handelnden Personen sind nicht die, die dem Kriege dann zum Opfer fallen. Opfer sind immer unschuldige Menschen, die einen Krieg weder wollten, noch für diesen eintraten. 75 Jahre nach dem verheerenden Bombenabwurf über unserer Stadt müssen wir uns unserer Verantwortung für Frieden und Freiheit immer wieder bewusst sein, um solche Schicksale zu verhindern“, so Stöhr und Kunzmann abschließend.
 
Bildunterschrift: Claus-Günther Kunzmann und Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr gedenken der Opfer des Bombenabwurfs über Bad Vilbel 1944.

Veröffentlicht:11.03.2019