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Aktuelle Nachrichten

Strompreise

Der Direkte Draht vom 07.02.2019

Stadtwerke-Gebäude

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Dummen sterben leider nicht aus. Angereizt von fragwürdigen Vergleichsportalen, die bestens von den hohen Provisionen leben, finden sich immer wieder Versuchskaninchen, die sich zu Hunderttausenden auf neue Energieanbieter einlassen. Oft genug folgt dann der große Reinfall, weil die neuen Anbieter nicht halten können, was sie großmäulig versprechen.

Der Fall Flexstromwird zurzeit auch strafrechtlich aufgearbeitet, weil hier unzulässig Kundengelder abgegriffen sein sollen.
 
Nun hat es die BEV-Kunden erwischt. Bundesweit sind es 500.000. Angelegt auf Bad Vilbels  Bevölkerungsgröße müssten in Bad Vilbel 2.000 Bewohner oder rund 1.000 Haushalte betroffen sein. Sind es aber nicht. Es sind nur 138 Bad Vilbeler Haushalte, die auf die Nepper von BEV, empfohlen durch Vergleichsportale, hereingefallen sind.
 
Auffällig wurde BEV bei der Netzagentur mit der größten Anzahl von Beschwerden. Guthaben oder Boni wurden nicht ausgezahlt. Da sich BEV mit seinen Kampfpreisen kräftig verkalkuliert hatte, wurden Kunden mit einer Erhöhung des Grundpreises um bis zu 277 % überrascht. Hier wird wieder einmal deutlich, dass nichts verschenkt wird. Allenfalls die Inhaber von BEV hatten auf Kundenkosten einige schöne Jahre gehabt. Es spricht immerhin für die kollektive Intelligenz der Bad Vilbeler, dass nach vielen Pleiten und vielen Warnungen sich nur noch 138 Haushalte haben täuschen lassen. Selbst wenn BEV jetzt pleite ist, werden Gier und Abzocke nicht aussterben. Das Spiel wird immer wieder neu gespielt. Allerdings sollte man aus Schaden lernen.
 
Diese Abzocke gibt es bei den Stadtwerken nicht. Jeder verdiente Cent kommt in irgendeiner Form den Bürgern dieser Stadt wieder zugute. Das ist bei Anbietern von außerhalb nicht der Fall. Wer sich von außerhalb versorgt, stellt sich daher auch außerhalb der Solidarität zu dieser Stadt.
 
Die Stadtwerke stehen davor, ihre Energieversorgung zu mindestens 100 % durch erneuerbare Energie aus Eigenproduktion bzw. Produktion von Tochterunternehmen zu sichern. In diesem Jahr steht zudem die Entscheidung an, ob sich die Stadtwerke an dem Ostsee-Windfeld Arcadis mit einer Quote beteiligen, die unsere Versorgung sogar zu mehr als 100 % absichern würde. Damit würden die Stadtwerke auch bei der ökologischen Stromproduktion eine Führungsposition erreicht haben. Auch ökologisch gibt es daher keinen Grund mehr, sich von den Stadtwerken abzuwenden.
 
In diesem Sinne grüßt Sie herzlich
Ihre Stadtwerke Bad Vilbel GmbH
 

Veröffentlicht:07.02.2019