Banner
 

Ihr Ansprechpartner

Der Magistrat der Stadt Bad Vilbel
Am Sonnenplatz 1
61118 Bad Vilbel

Yannick Schwander
SchwanderYannick
Pressesprecher
Tel:
Work(06101) 602-201
Fax:
Fax(06101) 602-353
 

Aktuelle Nachrichten

IHK-Studie bekräftigt regionalen Handlungsbedarf

Wysocki: „Die Region an einen Tisch holen“

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main hat seine Stau- und Pendlerstudie 2018 veröffentlicht. Dort heißt es, dass jeder Zweite in der Rhein-Main-Region pendeln muss, um zur Arbeit zu gelangen. Die Bemühungen zur Verkehrsinfrastruktur stehen diesem Fakt jedoch diametral entgegen. Erster Stadtrat und Verkehrsdezernent Sebastian Wysocki sieht sich damit in seinen Überlegungen, zum Verkehr bestätigt.

„Die IHK kommt imGrunde zum gleichen Ergebnis, wie ich. Wir brauchen jetzt gemeinsame Bemühungen der Region. Die IHK geht sogar noch weiter, indem sie Bundesländer übergreifende Maßnahmen fordert. Dies kann ich nur auf ganzer Linie unterstützen“, erklärt Sebastian Wysocki.
 
Laut Veröffentlichung der IHK zeige man sich besonders besorgt darüber, dass es in keinem Verkehrsbereich ausreichende Bemühungen gebe. Weder beim überregionalen Straßenbau, noch beim Schienenverkehr werde annähernd genug getan, um Stau vorzubeugen. „Wenn tagtäglich über eine Millionen Menschen zu ihrem Arbeitsplatz pendeln, kann man nicht auf dem Status Quo beharren, zumal die Tendenz steigend ist. Entweder wir handeln jetzt gemeinsam oder die Region erstickt nach und nach am Verkehr“, mahnt der Erste Stadtrat eindringlich, die gemeinsamen Bemühungen zu verstärken.
 
Nachdem Wysocki zunächst einige Kritik für seinen Masterplan erhielt, sieht er sich nun durch die Studie und die Konsequenzen, die die IHK daraus zieht, bestätigt. Er habe, so der Verkehrsdezernent, im Laufe der Wochen nach der Veröffentlichung seines Masterplans bereits einiges an Lob erhalten, meist jedoch weniger öffentlich, als es die Kritik war. Nun, da die IHK seiner Grundintention ebenfalls entspricht, werde es hoffentlich zu einem größeren Umdenken kommen. „Keine Stadt im Ballungsraum kann die Verkehrsprobleme alleine lösen, das habe ich stets betont und das tue ich weiter. Wir müssen nun alle Beteiligten an einen Tisch holen und damit meine ich Vertreter der Kommunen, des Landes, des Bundes, der Bahn, der Verkehrsgesellschaften, Hessen Mobil und der IHK“, fordert Wysocki nun einen runden Tisch zur Erarbeitung eines gemeinsamen Masterplans Verkehr. Dieser müsse durch das Verkehrsministerium organisiert werden. Als ersten guten Ansatz hierzu empfindet Wysocki das „Strategieforum FrankfurtRheinMain“, das mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik aus vier Bundesländern besetzt sein soll. Im weiteren Verlauf der Gespräche sollten dann auch zwingend Fahrgastverbände angehört werden.
 
Die Verkehrspolitik in der Region und für das Rhein-Main-Gebiet müsse fortan ideologiefrei und für alle Verkehrsmittel gedacht werden. Nur wenn man jeden Verkehrsteilnehmer und deren Bedürfnisse ernst nehme, könne ein Generalverkehrsplan der Region entstehen. „Auch hier wiederhole ich mich gern: Wir brauchen eine ‚Sowohl als Auch‘-Politik und keine ‚Entweder-Oder‘-Haltung“, so Wysocki abschließend.

Veröffentlicht:10.09.2018