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Alle gleich und doch verschieden

Sommerfest der Kita Löwenburg zum Thema Inklusion

Eine bunte, aber doch nichtssagende Box mit einem kleinen Einstieg für die Hände. Vorsichtig tasten sich Eltern und Kinder an die Box heran, irgendwann wagt man es und steckt seine Hand tatsächlich hinein. Dann sofort ein Schreck, man zieht die Hand ruckartig wieder heraus, man hat etwas ertastet. So war es zumeist, als die Kita Löwenburg zu ihrem Sommerfest zum Thema Inklusion einlud. Die Fühlkästen waren dabei eine Hauptattraktion.

Gefüllt mit Kieferzapfen, Schwämmen, Fell, Muscheln und einem sandgefüllten Handschuh, sorgten diese Kästen für einige Verwirrung und viele Lacher. „Vor allem beim Sandhandschuh hatten viele Eltern ein großes Fragezeichen im Gesicht, was nicht zuletzt die Kinder oft lachen ließ“, berichtet die Leiterin der Kita Löwenburg, Melanie Giebel-Czmok über den Erfolg dieser Aktion. Neben den Fühlkästen, gab es ein Dunkelcafé, für das ein Besprechungsraum so verdunkelt wurde, dass man nur anhand des Geschmacks und der Konsistenz erahnen konnte, was man gerade isst. „Auch hier wurde viel gelacht, denn wenn man einmal eine Götterspeise isst, ohne sie zu sehen, führt das zu skurrilen Situationen“, freut sich Giebel-Czmok über jede Menge Spaß am Sommerfest. Das Dunkelcafé war bei den Kindern sehr beliebt, hier standen sie oft Schlange und wollten mehrfach testen, ob sie nur durch Schmecken und Fühlen erahnen können, was sie gerade essen.
 
Auch wenn hierbei sowie beim Dreibeinlauf mit Hindernissen und bei der Malaktion viel gelacht wurde, hatte das Thema natürlich einen ernsten Hintergrund. Unter dem Motto „Alle gleich und doch verschieden“ wurde den Kindern das Thema Inklusion spielend näher gebracht. „Es gibt Menschen, die haben unterschiedliche Beeinträchtigungen. Viele Kinder sehen das vielleicht, aber wissen nicht, warum ihr Freund die Farbe der Blätter nicht erklären kann oder warum die Freundin nicht antwortet, wenn man mit ihr spricht. Deshalb ist es wichtig, schon früh mit einer Sensibilisierung zu beginnen“, weist die Kitaleiterin auf kindgerechte Aktionen zum Themenkomplex hin.
 
Passend zum Motto wurde auch das Lied „Aufstehen und aufeinander zugehen“ gesungen, das sogar mit Gebärdensprache untermalt wurde. Den Kindern, aber auch den Eltern hat dieser Tag im Zeichen der Inklusion gut gefallen. „Wir hatten alle gemeinsam viel Spaß und die Kinder konnten spielerisch neue Dinge lernen. Es war ein rundum gelungener Nachmittag“, so Giebel-Czmok abschließend.
 
Für die Kita selbst blieb sogar noch ein neues Kunstwerk über. Bei der Malaktion hatten Kinder und Eltern Blätter ausgeschnitten und Begriffe, die sie mit Inklusion verbinden, darauf geschrieben. Zudem wurden die Handabdrücke der Kinder auf einer Leinwand verewigt und zwar in Form eines Banyanbaumes, der für Inklusion steht. „Der Banyanbaum entwickelt aus seinen Ästen neue Wurzeln und Ableger, so sät er sich quasi immer wieder neu. Er stammt aus Indien und dort treffen sich Händler unter einem Baum. Er ist also ein Ort, an dem Menschen zusammen kommen“, erklärt Giebel-Czmok die Idee hinter dem Kunstwerk, die auf den Künstler  Tony Booth zurückgeht. Dieses Kunstwerk wird nun im Eltern-Gesprächezimmer stets zu betrachten sein.
 
 
Bildunterschrift: Die bunten Fühlkästen waren eine Hauptattraktion beim Sommerfest der Kita Löwenburg.

Veröffentlicht:26.06.2018