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Ei Ei Ei, was seh ich da!?

Kita Wirbelwind beherbergt zwei Wochen lang Hühner

Eiersalat mit Baguette. Darauf haben sich die Kinder und Erzieher festgelegt, denn das soll es schon bald in der Kita Wirbelwind für die Kinder zu essen geben. Nichts Besonderes könnte man nun denken, doch das täuscht. Der Eiersalat wird nämlich aus den Eiern aus eigener Haltung hergestellt. Zwei Wochen lang beherbergte man auf dem Außengelände der Kita fünf Hühner. Ziel war es, den Kindern spielend den Umgang mit Tieren und der Natur näher zu bringen. Ein gelungenes Projekt.


„Eine Kollegin ist auf die Aktion ‚Rent a Huhn‘ aufmerksam geworden, bei der Michael Lüft Hühner vermietet. Wir fanden, dass diese Aktion ein tolles Projekt für unsere Einrichtung wäre und haben deshalb fünf Hühner für zwei Wochen geliehen“, erklärt die Kitaleiterin, Susanne Bauer. Michael Lüft lieferte neben den Hühnern auch einen kleinen Stall, den Schutzzaun und jede Menge Futter und Streu für den Stall. Die Kita selbst bereitete sich akribisch auf die Ankunft der Hühner vor. Das morgendliche Guten Morgen und Herauslassen aus dem Stall übernahmen die Erzieherinnen mit den Kindern im Frühdienst, doch da die Hühner erst spät am Abend wieder in den Stall sollen, wurden Elterndienste eingerichtet. „Ich glaube, wir hatten eine Elterndienstliste noch nie so schnell voll wie für dieses Projekt. Alle wollten sich beteiligen, denn es ist weder für die Kinder, noch für viele Erwachsene heutzutage selbstverständlich mit Hühnern umzugehen“, weiß Bauer zu berichten.

Während früher Hühnerhaltung noch recht gängig war, erlebt man dies mittlerweile immer seltener. Dies merkte man den Kindern anfangs auch an. „Natürlich hatten viele Kinder anfangs Berührungsängste. Aber die haben sich schnell gelegt. Nach wenigen Tagen konnten wir uns vor helfenden Händen nicht mehr retten“, freut sich Bauer über den Erfolg des Projekts. Ob das Anrichten von neuem Futter, die Zugabe von Wasser in einen Trog oder das Streicheln der fünf Hennen, kaum eines der über 80 Kinder in der Kita Wirbelwind wollte nicht mit anpacken.

„Viele Kinder essen wie selbstverständlich ein Ei, wissen aber nicht mehr, wo das denn überhaupt herkommt. Die Vermittlung eines natürlichen Kreislaufes stand daher auch im Mittelpunkt dieses Projekts“, beschreibt die Kitaleiterin den pädagogischen Mehrwert der Hühnerleihe. Natur, Umwelt, Tiere und all das mehr müssten jedem Kind früh vermittelt werden, war die einhellige Meinung der Erzieherinnen im Vorfeld des Projekts. Dass dies auch gelungen ist, davon sind sie alle überzeugt. „Wenn man die strahlenden Kinderaugen im Hühnergehege gesehen hat und wie selbstverständlich die Kinder am Ende mit den Hühnern umgegangen sind, wissen wir, dass sich dieses Projekt gelohnt hat“, so Bauer.

Kurz vor Ende des Projekts waren es zwölf Eier, die die Hennen legten und die anschließend in Form eines Eiersalats verputzt werden sollen. „Während der heißen Tage hatten auch die Hennen wohl weniger Lust, Eier zu legen. Da ging es ihnen, wie uns Menschen“, erzählt Susanne Bauer mit einem Schmunzeln im Gesicht. Doch sei man mit der „Ausbeute“ zufrieden. „Wichtig ist ja, dass die Kinder nun wissen, von wem die Eier kommen, die sie nun essen. Das schafft auch ein Bewusstsein für unsere Natur“, so Bauer abschließend.


Bildunterschrift: Vier Kinder, fünf Hennen, zwölf Eier. Die Kita Wirbelwind hatte großen Spaß am Projekt „Rent a Huhn“.

Veröffentlicht:13.06.2018