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Aktuelle Nachrichten

Frankfurter Straße soll zum Verweilen einladen

Magistrat vergibt Auftrag zur Aufwertung des öffentlichen Raums

Blilck in die Frankfurter Straße

Etwas sperrig klingt das Wort, das als Überschrift für den Beschluss des Magistrats der Stadt Bad Vilbel in seiner jüngsten Sitzung steht: „Freiraumentwicklungskonzept“. Dahinter verbirgt sich jedoch eine wichtige Maßnahme für die Quellen- und Festspielstadt. Die Frankfurter Straße und der öffentliche Raum sollen aufgewertet und gestaltet werden. Das Konzept soll dabei helfen, Schritte bis zum Hessentag und vor allem darüber hinaus aufzuzeigen und umzusetzen.

„Zwischen Marktplatz und Biwerkreisel wird es eine einheitliche und nachhaltige Aufwertung der Frankfurter Straße geben. Einbezogen werden dabei auch die Übergänge zu den schmalen Seitenstraßen, den öffentlichen Räumen und den Plätzen“, erklärt hierzu der zuständige Erste Stadtrat, Sebastian Wysocki. Ziel ist es, die Stichwege zur Nidda zu modernisieren, sie mit dem Kurpark zu verzahnen und die Aufenthalts- und Verweilfunktion der Frankfurter Straße und der öffentlichen Räume zu erhöhen. „Wir setzen dabei auf Platzgestaltung, Straßenbeleuchtung, Illuminationen und Möblierung“, zählt Wysocki Teilaspekte des Konzepts auf.
 
Das Konzept wird in gewisser Weise zwei geteilt sein. Auf der einen Seite wird es notwendige Maßnahmen zur Durchführung des Hessentags geben, auf der anderen Seite sollen langfristig sinnvolle Maßnahmen entwickelt und vorbereitet werden. „Spezielle Anforderungen des Hessentags werden besonders berücksichtigt und in einem integrierten Konzept aus langfristigen und temporären Maßnahmen zusammengeführt“, beschreibt Wysocki die Zielrichtung des Konzepts. Einige Maßnahmen, die langfristig angelegt sind, werden erst nach dem Hessentag verwirklicht werden können, so beispielsweise gewisse Möblierungen oder Bepflanzungen. Andere wie die Straßenbeleuchtung sowie Illuminationen sollen zeitnah und mit Blick auf den Hessentag angegangen werden. „Es würde ja keinen Sinn ergeben, beispielsweise eine Sitzgruppe vor dem Hessentag an einem Ort zu platzieren, wo dann 2020 eine Kleinkunstbühne oder ein Hessentagsstand stehen soll. Auf der anderen Seite ist die Illumination historischer Gebäude entlang der Frankfurter Straße vor, während und nach dem Hessentag ein echter Blickfang“, so Wysocki.
 
Beim Erarbeitungsprozess ist zudem die Einbeziehung der Bevölkerung ein selbstverständlicher Bestandteil. „Wir möchten, dass die Menschen, die sich später hier gern aufhalten und verweilen sollen, in die Planung einbezogen werden“, erläutert Wysocki.
 
Das Konzept werde sicherlich auch den Einzelhandel in der Frankfurter Straße stärken, ist sich der Erste Stadtrat sicher. Schließlich steigere man mit der Aufenthaltsqualität auch die Verweildauer in den zentralen Bereichen der Stadt. „Wer sich an einem Platz oder in einer Straße gern aufhält, der bleibt auch länger und besucht auch häufiger die Gegend und die ansässigen Geschäfte. Die Entwicklung des Niddaplatzes und die Sanierung des Kurhausvorplatzes zeigen dies sehr gut“, schildert Wysocki.
 
Mit dem Auftrag zur Entwicklung und Verwirklichung des „Freiraumentwicklungskonzepts“ wurde das Büro „Albert Speer und Partner“ beauftragt. „Albert Speer und Partner ist ein renommiertes Büro, das bereits Erfahrung mit Hessentagen hat und darüber hinaus in vielen Städten derartige Konzepte entwickelt und verwirklicht hat“, so Wysocki abschließend.

Veröffentlicht:12.03.2018